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Adaptierung eines Gewerbehofes mit speziellen Randbedingungen: Der neue Nutzer hatte mit dem Umbau schon begonnen, bevor der Architekt beigezogen wurde, der Termin zur Fertigstellung war äußerst knapp gesetzt. In dieser Situation reagierte Georg Marterer mit einem Konzept, das sich auf demontierbare, austauschbare Einzelteile und ausschließlich auf unbehandelte Oberflächen beschränkte. An den Feuermauern der Innenwände wurden öffenbare Vorsatzschalen angebracht, die ein späteres verlegen von Installationen ermöglichen. Fehlende Verputzarbeiten wurden nicht mehr ergänzt. Die Böden sind transparente Grundbeschichtungen aus Epoxyharz auf Beton und Industrieparkett, die Wandverkleidungen aus Sperrholz, Eternitbautafeln, unbehandelten Heraklithplatten und Gipsfaserplatten, alles sichtbar geschraubt.

Türen wurden mit Stahlblech beplankt. Das mit schwarzem Kautschuk verkleidete Kommunikationszentrum des Hauses ist die Bar. Beleuchtung durch Lichtbänder hinter den Wandpaneelen, Deckenfluter, Deckenstrahler und Reflektorleuchten. Sichtbare Elektroversorgung über Kabelkanäle und Panzerschläuche.

(Text: Otto Kapfinger, Architekturzentrum Wien)

 

Fotos: Manfred Seidl