Architektur, Freiräume, Ökologie

Die 60 Meter lange und 21 Meter Hohe Straßenfassade wurde durch 4 differenzierte erkerähnliche Elemente gegliedert. Diese Gliederung übernimmt den Rhythmus der bestehenden Gründerzeitwohnbauten und berücksichtigt so auch den Maßstab für einen familiengerechten Wohnbau. Im Eingangsbereich der einzelnen Stiegen werden die Bewohner von einer begrünten Wandverkleidung auf das neue Wohngefühl eingestimmt.

4 atelierartige Dachgaupen in zeitgemäßer Interpretation schließen die Fassade zum Himmel ab.

Die hofseitigen Baukörper bilden wohngerechte und intime Innenhöfe, Terrassen und Loggien werden mit semitransparenten Sichtschutzelementen versehen, die teilweise raumhoch über die Fassade angebracht sind, um den Schutz der Uneinsehbarkeit zu ermöglichen. Diese können teilweise auch als Rankgerüst für Pflanzen dienen, wobei durch die Bepflanzungen das Mikroklima der Höfe im Sommer stark verbessert. Auch die Schallschutzwirkung wird dadurch erhöht und das emotionelle Zufriedenheitsempfinden durch das Sichtbarwerden der Jahreszeiten gesteigert.

Das Thema der Uneinsehbarkeit wird auch bei den raumhohen Fenstern und Fenstertüren aufgenommen: faltbare Sonnenschutzläden bieten Schutz vor Einsehbarkeit und beleben die Fassade durch die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten der Eigentümer, sowohl am Tag als auch in der Nacht durch differenzierte Lichtbrechungen.

gemeinsam mit Betina Krauk und Michael Neuman, synn architekten