Allgemeine Beschreibung:

 

Das Wohnhaus aus den Sechzigerjahren wurde von unserem Büro in einer ersten Umbauphase 1993 generalsaniert und um einen Erker und Küchenzubau erweitert.

 

Aufgrund des erweiterten Raumbedarfs des Bauherrn, wurde nun zwanzig Jahre später  angedacht, das Dachgeschoß auszubauen.

 

Die Aufgabenstellung war, neben der funktionellen Forderung nach mindestens drei Schlafzimmern und entsprechenden Nebenräumen, eine durchgehende Wohnnutzung des Gebäudes während der Bauphase und eine  Eingliederung der in den frühen Neunzigerjahren  schon an das Haus „angedockten „ Baukörper,-  sowohl funktionell als auch in ästhetischer Hinsicht.

 

 

Architektur:

Um eine ungestörte Wohnnutzung während der Bauphase  zu gewährleisten, wurde dem Altbestand eine neue dreigeschoßige Westfassade mit Stiegenhaus vorgebaut.  Die Aufstellung der gesamten Konstruktion erfolgte  ohne Abdeckung der Dachziegelfläche, somit gab es auch keine Wasserschäden. Erst nach „Dichtwerden“ der neuen Dachhaut über dem ausgebauten Dachgeschoß  wurden die Dachziegel entfernt und die Sparren herausgeschnitten. Die westseitige Terrassentüre wurde erst abgebrochen, nachdem der gesamte Innenausbau, der Zubau und die Aufstockung samt Dachterrasse fertig gestellt worden waren.

 

Über das ausgebaute Dachgeschoß gelangt man auf eine großzügige Dachterrasse, die dem Betrachter (zwischen  den Baumwipfeln) einen Panoramablick über das gesamte Blaufränkische Land bis zum Neusiedlersee erschließt.

 

Während sich die Westfassade unter Einbindung der alten Fenster als durchgehend neu hergestellte Fassade präsentiert, werden an der Nord- und Südfassade die komplexen spannungsvollen Anschlüsse von Flachdach und Zeltdachtkonstruktion spürbar.

 

Gerade solche Anschlüsse sind für jeden Architekten eine Herausforderung, die es nicht in Büchern zu lernen nachzulesen gibt, sondern (und) die individuelle Lösungen mit architektonischer Spannung  entstehen lassen.

 

Der Gedanke des collageartigen Umgangs mit Öffnungen, sowie mit Vor- und Rücksprüngen  wurde  vom bestehenden Konzept  übernommen, wobei bei der Gestaltung  des dahinterliegenden Raumes die Erlebnisfreude des Bewohners immer im Vordergrund stand.